Kartentechnik und Sicherheit

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Die Mifare-Chipkarte gehört zur Gruppe der "Intelligenten Speicherchipkarten".

Die Kommunikation zwischen Karte und Kartenlesegerät erfolgt per Funkübertragung (13,56 MHz). Es sind daher keine Kontakte auf der Kartenoberfläche sichtbar, die für die Funkverbindung notwendige Antenne ist am Kartenrand verlegt. Der kontaktlose Mifare-Chip erhält sowohl seine Betriebspannung als auch die Daten über die Antennenleitung. Die Konstruktion sieht einen maximalen Abstand von bis zu 10 cm zwischen Sender- und Empfangsantenne vor. Es ist daher möglich, eine Chipkarte in einer Geldbörse zu lassen und diese zusammen mit der Chipkarte auf den Antennenteller einer Kasse zu legen, um Geld von der elektronischen Geldbörse der Chipkarte abzubuchen.

Insbesondere wegen der Antennenleitung darf die Karte mechanisch nicht stark beansprucht (gebogen) werden.

Die Kapazität der Karte beträgt ein KByte, der nutzbarer Speicher 768 Byte. Der Mifare-Chip besitzt eine stark vorstrukturierte Architektur von 16 voneinander getrennte und unabhängig nutzbare Sektoren gleicher und fixer Größe. Die Zugriffsberechtigungen sind getrennt vergebbar. Jedem Sektor wird ein Leseschlüssel und ein Schreib-/Leseschlüssel zugeordnet. Hierdurch wird es möglich, die Chipkarte multifunktional einzusetzen: Jeder Dienst hat nur Zugriff aus "seinen" Sektor: Z.B. kann die Mensa nicht auf die Daten der Bibliothek zugreifen.

Die elektronische Börse arbeitet mit anonymer Zahlung, d.h. die Kassen-Terminals haben nur auf die Geldbörse und die Seriennummer der Karte, aber nicht auf die Identitätsdaten (z.B. Name, Matrikel- bzw. Personalnummer) der Karteninhaberin oder des Karteninhabers Zugriff. Das hat im Verlustfall die Folge, dass die Börse nicht gesperrt werden kann: Die Geldbörse einer verlorene Karte kann druch Dritte uneingeschränkt genutz werden, d.h. das aufgeladene Geld "ausgeben".