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Literalität und einwanderungsbedingte Mehrsprachigkeit



Prof. Dr. Ulrich Mehlem
E-Mail: Mehlem@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36288

Dott. Marina Demaria (Univ. Turin)
E-Mail: demaria@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36276

Magdalena Spaude, M.A.
E-Mail: Spaude@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36271

Maria Mochalova, M.A.
E-Mail: Mochalova@em.uni-frankfurt.de
Telefon: (069) 798-36275


 

Arbeitsbereich: "Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit"


Im Lehr- und Forschungsschwerpunkt "Literalität und migrationsbedingte Mehrsprachigkeit" werden - in international vergleichender Perspektive - sprachliche Aspekte der Entwicklung ein- und mehrsprachiger Kinder im Vor- und Grundschulalter untersucht. Dazu gehören: 


- literale und präliterale Kompetenzen im Elementarbereich und im Anfangsunterricht der Grundschule

- basale Lese- und Schreibkompetenzen in der Grundschule

- Besonderheiten des bilingualen Spracherwerbs


- Konzepte der sprachlichen Förderung mehrsprachiger Kinder unter unterschiedlichen institutionellen Rahmenbedingungen


- Methoden des Schriftspracherwerbs im Anfangsunterricht

 

Der Erwerb des Deutschen als Unterrichtssprache im Bildungssystem der Bundesrepublik meint besondere sprachliche Fähigkeiten, die neuerdings häufig als bildungssprachliche Fähigkeiten (academic language / cognitive academic proficiency)bezeichnet werden. Gemeint ist die Verkehrs- oder Landessprache im Unterschied zu anderen sprachlichen Varietäten wie der Familien- oder Umgangssprache. Der Gebrauch von Schrift im medialen Sinn ist nur ein Teilaspekt dieser Kompetenzen, die auch im mündlichen mit größerer sprachlicher Explizitheit und Kontextentbindung des Sprachgebrauchs verbunden sind. In diesem Verständnis von Literalität rückt ein breites Ensemble sprachlicher Praktiken in den Blick, das auf dem primären Spracherwerb in der Familie und Kita aufbaut und sich über die Grundschule bis in die Sekundarstufe kontinuierlich weiterentwickelt. Aufgrund der  heutigen Verhältnisse migrationsbedingter Mehrsprachigkeit, insbesondere in den städtischen Ballungsgebieten, ist ein muttersprachlicher Deutschunterricht nicht mehr möglich. Vielmehr geht es darum, der Mehrsprachigkeit der Schülerinnen und Schüler durch besondere Angebote nicht nur im Sprach-, sondern auch im Fachunterricht Rechnung zu tragen. Neben Projekten bilingualer Erziehung und zusätzlichen Fördereinheiten sind dabei vor allem integrative Angebote im Regelunterricht von Bedeutung.

Im Bereich der Forschung stehen Projekte insbesondere zur schriftsprachlichen Entwicklung mehrsprachiger Kinder im Grundschulalter im Vordergrund. Es werden orthographische und textuelle Kompetenzen im Zusammenhang untersucht, wobei auch Aspekten der Mehrschriftigkeit (biliteracy) eine zentrale Rolle zukommt. Ein weiterer Schwerpunkt ist der interaktiv vermittelte Aufbau schriftsprachlicher Fähigkeiten in unterschiedlichen Sozialformen und Methoden des Unterrichts und der Sprachförderung, der mithilfe von Videoanalyse untersucht wird.

Die Angebote im Bereich der Lehre richten sich an Studierende mit dem Berufsziel Grundschullehramt und BA- und MA-Studierende der Erziehungswissenschaft, vor allem in den Bereichen Umgang mit Heterogenität (BA5) und Pädagogik der Lebensalter (BA8/9). Neben Einführungsseminaren zum Schriftspracherwerb (Erstlesen und Erstschreiben), zur Literalität, zur sprachlichen Entwicklung und Förderung mehrsprachiger Kinder im Elementarbereich und in der Grundschule wird ab 2012/13 zum ersten Mal ein Praxisprojekt zur Leseförderung durchgeführt, bei dem Studierende während eines Schuljahres die Förderung einer kleinen Schülergruppe übernehmen, was kontinuierlich durch ein Seminar begleitet werden soll.


Aktuelle Forschungsprojekte:

LISFör – Literalität und Interaktion in der Sprachförderung


Abgeschlossene Forschungsprojekte:

LAS – Literacy Acquisition at school

SRB I / SRB II – schriftkulturelle Ressourcen und Barrieren bei marokkanischen Kinder in Deutschland und Marokko

 

 

geändert am 21. März 2013  E-Mail: Webmistressschuetz@em.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 21. März 2013, 13:51
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb04/we2/literalitaet-mehrsprachigkeit.html