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SeiteninhaltDer Gegenstand der systematischen Sprachwissenschaft ist die menschliche Sprache unter dem besonderen Blickwinkel ihres Systemcharakters und ihrer Manifestation unter verschiedenen Bedingungen. Sie beschäftigt sich mit der Erforschung und Beschreibung des Aufbaus natürlicher Sprachen, d.h. mit den universellen Prinzipien grammatischer Strukturen und deren einzelsprachlicher Ausprägung. In diesem Zusammenhang werden im Rahmen der Morphologie (Wortbildung) und Syntax (Satzbildung) die Bausteine der sprachlichen Formen und ihre Verknüpfung zu komplexen Ausdrücken untersucht. Phonetik und Phonologie befassen sich mit der Lautstruktur von Sprachen auf Wort- und Satzebene. Die Semantik analysiert mit Hilfe formallogischer Methoden die Bedeutung sprachlicher Äußerungen. In der Pragmatik wird die situationsangemessene Verwendung von Ausdrücken im Diskurskontext behandelt. Weitere Untersuchungsgebiete sind die strukturellen Bedingungen des Sprachwandels sowie die computerlinguistische Analyse sprachlicher Fähigkeiten zum Zwecke maschineller Sprachverarbeitung. Darüber hinaus erforscht die systematische Sprachwissenschaft im Rahmen der Psycho- und Neurolinguistik die Art und Weise, wie Sprache im menschlichen Gehirn repräsentiert und verarbeitet wird. Dies betrifft auch die wissenschaftliche Untersuchung von Verlauf und Gesetzmäßigkeiten des Spracherwerbs. Eine Zielsetzung der systematischen Sprachwissenschaft besteht darin, zu einer allgemeinen Theorie der menschlichen Sprache zu gelangen.
geändert am 13. Oktober 2011 E-Mail: Webmasternutz@lingua.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 13. Oktober 2011, 07:09
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