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SeiteninhaltJelinek proben - oder: Machen was wir wollen
Fanti Baum und Olivia Ebert, Kontakt: oliviaebert@gmx.de / fantibaum@web.de Sonntag, 9.6. 11-18h / Sonntag, 16.6. 11-18h / Sonntag, 23.6. 15-21h Freitag 12.7. 14h-21h / Samstag 13.7. 11- open end / Sonntag 14.7. 11h- open end (mit Präsentationsmöglichkeit)
Wie machen die das nur, die Lektor_innen in den Verlagen, die Dramaturg_innen an den Schauspielhäusern, und die Literatur- und Theaterwissenschaftler_innen, die immer alles ganz genau wissen wollen? Denn die müssen Jelinek immer nur lesen und vor allem ganz lesen. Das kann erstens dauern und zweitens nerven: anstrengen; aber wer Unterhaltung will, kann ja auch fernschauen. Oder kann man auch glotzen und Jelinek lesen? Und wäre das dann schon: proben? Wir können. Denn wir können machen, was wir wollen. Das ist ja gerade das Jelinek-Credo; ihre Regieanweisung: "Machen Sie, was Sie wollen". Wir machen also: auch ohne Rechte. Nur eine Zeile lesen und ein Stück daraus machen; nach drei Seiten Lektüre aus dem Fenster springen und das als Inszenierung behaupten; ein Wort sezieren und ein Drehbuchschreiben; nichts wissen und trotzdem performen. Nur nicht lesen von vorne nach hinten. Oder doch? Der Anfang ist ungewiss, denn irgendwie wäre es ja trotzdem gut, die Texte zu kennen: «Über Tiere», «Bambiland», «Rechnitz (Der Würgeengel)», «Die Kontrakte des Kaufmanns» und diese ganzen Kölner Produktionen. Und das «Sportstück» in der Schleef-Inszenierung. Und was machen mit Nicolas Stemanns Inszenierungen? Der brachte uns jedenfalls auf die Idee: einfach mal machen. Nur eins sollten wir unbedingt ganz schauen: weil hier jedes Wort in seiner Unbedingtheit durch die Stadt tönt. Claudia Bosses «Bambiland». Oder machen: Jelinek sprechen mit Megaphonen.
Studentische Theaterkonferenz 201315. – 17. Februar 2013 // Hörsaal B – Uni Frankfurt Campus Bockenheim & Frankfurt LAB
Studierende aller Fachbereiche sind aufgerufen, sich mit künstlerisch-praktischen oder wissenschaftlichen Beiträgen im Bereich Theater an der Konferenz zu beteiligen. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, in der Woche der Konferenz (11. – 17. Februar) Projekte szenisch zu erarbeiten und dann an dem Wochenende der Konferenz zu präsentieren. Für diesen Zweck haben wir bereits einen Probenraum im LAB gebucht. Meldet euch bis spätestens 13.01.2013 unter theaterkonferenz2013@gmail.com und skizziert kurz, was ihr gerne machen würdet. Wir freuen uns auf euch!
Organisationsteam: Larissa Bischoff, Olivia Ebert, María Fernández, Caroline Rohmer, Julia Schade, Judith Strodtkötter (Studierende der Dramaturgie und Theater-, Film-, und Medienwissenschaft an der Goethe-Universität Frankfurt)
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Deufert + Plischke: Verknüpfungen / Arachnische Praxen
In dem zweiwöchigen Projekt werden wir in die Figur der Arachne einführen und gemeinsam arachnische Praxen des Webens und der Verknüpfung in künstlerischen Projekten teilen. Arachne ist eine junge Künstlerin, die Traditionen ablehnt und die bereit ist, für ihr Werk mit dem Leben zu bezahlen, also den höchsten Preis überhaupt zu bezahlen. Sie hat sich das Spinnen und Weben selbst beigebracht, sie kann sowohl den Rohstoff, den Faden produzieren und sie kann Fäden verweben zu Stoffen und Bildern. In ihrer Kunst lehnt sie es ab, die Vergangenheit zu verklären, sie blickt in die Zukunft. Die Realität, die sie in ihre Teppiche webt, ist für sie eine Matrize, eine Textur mit Löchern und Schlaufen, die sich dechiffrieren und in Tüchern re-arrangieren bzw. reformulieren lässt. Zur Strafe für ihre Geschicklichkeit wird sie von Athene, der Göttin des Kunsthandwerks, von einer Frau in eine Spinne verwandelt. Stricken, Knüpfen und Weben sind Arbeitsweisen, die wir seit Jahren in unserer Kunst weiterentwickelt und verdichtet haben. So entstand die Trilogie „Directories“ und „Anarchiv“ sowie zuletzt der „Emergence Room“. Immer geht es um gemeinsam geteilte Räume, das Formulieren und Reformulieren in Stille, die Weitergabe von Material und den Verzicht auf die eindeutige Autorschaft, um eine Kommunikation in der Gemeinschaft der Fremden zu ermöglichen. Ausgehend von Arachne werden wir mit den Studierenden an den Projekten arbeiten, die über das Reformulieren entstehen, die kontinuierlich thematisch verknüpft und medial verstrickt werden. In welcher Form das Projekt sich behaupten wird - als Installation, Gruppenchoreographie, Soloperformances, Filmessay, ..., hängt von allen Beteiligten ab. Di., 17. Juli - Sa., 28. Juli 2012 Das Szenische Projekt hat ein limitiertes Platzkontingent: teilnehmen können bis zu 15 Studierende, wobei Studierende des Master Dramaturgie und Erasmus Mundus in diesem Fall bevorzugt werden (Anmeldung anderer Studierende sind aber ebenso erwünscht). Anmeldungen zum Szenischen Projekt bitte bis 30.6.2012 an Zimmermann[at]tfm.uni-frankfurt.de.
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Stefanie Lorey: Ich ist ein Anderer - Portrait und Selbstportrait in der Bildenden und Darstellenden Kunst
Das szenische Projekt widmet sich den unterschiedlichsten Darstellungsformen des Subjekts in bildender und darstellender Kunst. Ausgehend von den Mechanismen der Selbstkonstruktion wird die Betrachtung vom Selbstbildnis bis zum Portrait im Fokus stehen. Im ersten Teil des Seminars soll sich dem Thema auf theoretischer Ebene genähert werden. In einem zweiten Schritt werden den Arbeiten von beispielsweise Sophie Calle, Marina Abramovic, Ivana Müller, Jérôme Bel und Jeff Koon besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Ziel des szenischen Projekts ist, die hier entwickelten Positionen für das eigene künstlerische Arbeiten fruchtbar zu machen in Formen wie Sound, Video- und Fotoarbeiten, kleinen theatralen Szenen oder eigenen Texten. Die Entscheidung für Einzel- oder Gruppenarbeiten bleibt den jeweiligen TeilnehmerInnen vorbehalten. Das Szenische Projekt hat ein limitiertes Platzkontingent: teilnehmen können bis zu 20 Studierende, wobei in diesem Fall Studierende des B. A. TFM bevorzugt werden (Anmeldung anderer Studierender sind aber ebenso erwünscht). Anmeldung zum szenischen Projekt bitte bis zum 15.4.2012 unterZimmermann[at]tfm.uni-frankfurt.de. Der Raum wird noch bekanntgegeben.
_____________________________________________________________________________________________________ Gerardo Naumann: Die Universität
Die Universität, wie wir sie heute kennen, wurzelt in den Prinzipien der Aufklärung aus der Zeit der Französischen Revolution. Die Universität macht es sich zur Aufgabe, dem Studenten das Wissen der Welt zur Verfügung zu stellen, damit er versteht, lernt, über sich hinaus- und in die Welt der Erwachsenen wächst. Wenn wir die Kunst als Raum verstehen, der sich immer wieder neu erfindet, die Ordnung der Dinge in Frage stellt und Zweifel generiert, können wir die Kunsthochschule als einen unzureichenden oder sogar die Kunst gefährdenden Raum verstehen, in dem Maße, wie er institutionalisiert, das Bekannte wiederholt und Regeln aufstellt. Sollte nicht jede Universität, nicht nur die der Künste, sich der Produktion von Zweifel verschreiben? Was ist die Universität, wie wir sie heute kennen? Die Universität ist ein Ort, an dem Wissen geschaffen wird. Die Studenten konsumieren dieses Wissen nicht nur, sondern fabrizieren es. Sie ist also ein Ort, an dem zur gleichen Zeit fabriziert und konsumiert wird. Wie ist diese Ökonomie zwischen Herstellung und Konsum beschaffen? Wie weit reicht sie? Wie wird sie gedacht? Wer realisiert sie? 11.-25. März 2012 Begrenzte Teilnehmerzahl! Anmeldung bis zum 8. Februar 2012 erforderlich unter gabriel[at]tfm.uni-frankfurt.de
geändert am 15. Mai 2013 E-Mail: Webmasterhillgaertner@tfm.uni-frankfurt.de | | Zur Navigationshilfe |
Druckversion: 15. Mai 2013, 14:33
http://www.uni-frankfurt.de/fb/fb10/tfm/Szenische_Projekte.html