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LoadLeveler auf dem UNIX-Cluster: Bedienung

Der LoadLeveler kann mit Hilfe des grafischen Programms xloadl oder mit Kommandozeilenbefehlen gesteuert werden. Im folgenden wird das Programm xloadl näher erläutert und für jeden Abschnitt das Kommandozeilenäquivalent angegeben.

Das Programm xloadl kann mit der Befehlszeile

/usr/lpp/LoadL/full/bin/xloadl -machine_sort name -job_sort machine -job_sort_2nd name &

gestartet werden. Die Parameter bewirken, daß die einzelnen Anzeigen von xloadl sortiert werden. (Ein Screenshot ist abrufbar.)

Im Wesentlichen ist xloadl in drei Teilbereiche gegliedert, die nachfolgend erläutert werden:

Erstellen und Kontrollieren von Jobs
Status der Rechner abfragen
Meldungen von xloadl


Erstellen und Kontrollieren von Jobs

Der obere Bereich von xloadl zeigt den aktuellen Status der Jobs an, die momentan verarbeitet werden oder sich noch in der Queue befinden um abgearbeitet zu werden:

Screenshot xloadl Ausschnitt Jobübersicht

Alternativ kann diese Ausgabe auch mit der Befehlszeile:

llq

erzeugt werden. Um den Status einzelner Jobs abzufragen, gibt man eine Liste von Jobs an:

llq rioja.1546 traminer.3684

Die Ausgabe erfolgt spaltenweise:

  1. Name des Rechners
  2. Benutzerkennung
  3. Datum und Uhrzeit als der Job in die Queue gestellt wurde
  4. Status des Jobs:
    I: Job wartet, bis ein Rechner frei wird, der den Job-Parametern entspricht
    R: Der Job wird momentan verarbeitet
    H: Der Job wurde vom Benutzer angehalten
    RM: Der Job wurde aus der Queue entfernt
    C: Der Job ist fertig
    P: Der Job wird einer Maschine zugeordnet
  5. Priorität
  6. Job-Klasse
  7. Rechnername, auf dem der Job bearbeitet wird

Um einen neuen Job für den LoadLeveler zu erstellen, wählt man im Menü "File" den Punkt "Build a job..." und abschließend den Punkt "Serial":

Screenshot Menü "Job erstellen"

Im folgenden Dialog trägt man in das Feld Executable das Programm ein, das ausgeführt werden soll. In dem Feld Arguments sind alle Kommandozeilenparameter anzugeben, die dem Programm zur Laufzeit übergeben werden sollen. Das Feld Initialdir gibt das Verzeichnis an, in das Programm gespeichert ist. Gemäß dem zu erwartenden Speicherverbrauch muß im Feld Class eine der zur Verfügung stehenden Job-Klassen eingetragen werden.

Mit dem Button "Submit" wird der so erstellte Job zur Verarbeitung an den LoadLeveler abgeschickt. Der fertig konfigurierte Job kann mittels "Save" auch in einer Datei gespeichert werden. Eine solche Datei, üblicherweise mit der Endung cmd, kann dann mit der Befehlszeile

llsubmit sample.cmd

abgeschickt werden.


Status der Rechner abfragen

Der mittlere Bereich von xloadl zeigt den aktuellen Status der zur Verfügung stehenden Rechner an:

Screenshot xloadl Ausschnitt Maschinenübersicht

Alternativ kann diese Ausgabe auch mit der Befehlszeile:

llstatus

erzeugt werden. Um den Status einzelner Rechner abzufragen, gibt man eine Liste von Rechnern an:

llstatus rioja traminer flatsch1 grapool5 faust13

Die Ausgabe erfolgt spaltenweise:

  1. Name des Rechners
  2. Status des Scheduler-Daemons (ist nur auf dem Scheduler-Host und dem Central-Manager Avail)
  3. Anzahl der Jobs, die der Scheduler-Daemon auf dieser Maschine zur Zeit verwaltet
  4. Anzahl der verwalteten Jobs, die momentan abgearbeitet werden
  5. Status des Start-Daemons:
    Idle: Maschine ist zur Zeit frei und kann einen Job annehmen
    Busy/Run: Ein Job wird momentan verarbeitet
    Down: Die Maschinen ist zur Zeit nicht verfügbar
    Drning: Der aktuelle Job wird bearbeitet bis er fertig ist, danach geht der Status auf Drned
    Drned: Die Maschine ist grundsätzlich verfügbar, aber momentan vom Administrator gesperrt
  6. Anzahl der Jobs, die von diesem Rechner bearbeitet werden
  7. Der sogenannte "Load". Dieser Wert ist ungefähr gleich der Anzahl von Prozessen sie simultan bearbeitet werden.
  8. Zeit in Sekunden seit dem letzten Tastendruck auf der Tastatur
  9. Architektur, hier immer R6000
  10. Name und Version des Betriebssystems

Meldungen von xloadl

Alle Ausgaben, die von einem Befehl erzeugt werden, werden in diesem Fenster dargestellt:

Screenshot xloadl Ausschnitt Nachrichtenanzeige

Es gibt hier kein Kommandozeilenäquivalent, da die Kommandozeilenprogramme ihre Ausgaben auf der Kommandozeile ausgeben.

 

geändert am 26. Oktober 2004  E-Mail: loadlloadl@rz.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 26. Oktober 2004, 09:18
http://www.uni-frankfurt.de/org/hrz/services/loadl/bedienung.html