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Literaturverwaltungssoftware - was ist das?

Der klassische Einsatz von Literaturverwaltungsprogrammen ist die Unterstützung beim Publizieren. Aber auch die Vorbereitung weniger umfangreicher wissenschaftlicher Arbeiten und die Organisation des Studiums kann durch die Verwendung erleichtert werden.

Der Einsatz eines Bibliographierprogramms erleichtert das Publizieren, denn
  • die Literaturangaben werden in einer Datenbank gespeichert. Damit genügt es, jede Angabe einmal einzugeben. Abstract, Exzerpte, eigene Notizen werden zusammen mit der Literaturangabe gespeichert und können mit der eingebauten Suche einfach wiedergefunden werden.
  • die Daten müssen nicht abgetippt werden sondern können per Mausklick direkt aus Bibliothekskatalogen und sonstigen externen Datenbanken übernommen werden (z. B. HeBIS-Verbundkatalog, Web of Science, PubMed, Library of Congress). Selbst Webseiten lassen sich damit mühelos aufnehmen.
  • das Einfügen eines Literaturverweises in die wissenschaftliche Arbeit geschieht per Mausklick, um die korrekte Zitierweise kümmert sich das Programm, sei es im Fließtext, in den Fußnoten oder in der Bibliographie im Anhang.
  • alle in die Arbeit eingefügten Literaturverweise werden automatisch in der Bibliographie berücksichtigt. Weder kann es passieren, dass man eine Angabe vergisst, noch erscheinen Werke im Literaturanhang, die man im Verlauf der Arbeit zuerst berücksichtigt und dann wieder verworfen hat.

Die möglichen Einsatzbereiche sind jedoch deutlich vielfältiger. Die Programme können von vielen weiteren Nutzern an der Universität sinnvoll in die tägliche Arbeit integriert werden und zeigen ihre Vorzüge bei systematischem Gebrauch sehr schnell. Die folgende Liste stellt nur eine Auswahl der denkbaren Einsatzmöglichkeiten dar:

  • Studierende ab den ersten Semestern geben beim Studium von Fachliteratur, Lehrbüchern etc. eigene Zusammenfassungen, Anmerkungen, Zitate usw. direkt in das Programm ein. Auf den gesamten eingegebenen Text kann mit ausgefeilten Suchfunktionen zugegriffen werden, was die Vorbereitung von Seminaren, Hausarbeiten und Prüfungen erleichtert.
  • Doktoranden und Habilitanden verwalten den für ihre wissenschaftliche Arbeit zu rezipierenden Berg an Literatur und behalten besser den Überblick.
  • Wissenschaftler können in Sekundenschnelle Literaturlisten für Seminare zusammenstellen.
  • Arbeitsgruppen können gemeinsam auf eine Datensammlung zugreifen.
  • Sekretariate, die an einem Lehrstuhl Publikationen druckfertig machen, ersparen sich die mühsame Kontrolle der Literaturverweise „von Hand“.
  • Bibliotheksmitarbeiter können damit thematische Bibliographien erstellen.

Das Programm Citavi kann noch mehr: es enthält einen Ideen- oder Wissensmanager zur Unterstützung des Schreibprozesses einer Arbeit von den Anfängen als vage Idee bis zur fertigen Publikation sowie einen Projektmanager, der dabei hilft, die Einzelaufgaben im weiteren Umfeld des eigentlichen Schreibprozesses (bestellen, kopieren, exzerpieren, lesen, überprüfen usw.) systematisch im Griff zu behalten. Mit den Citavi-"Pickern" kann man blitzschnell Webseiten, PDF- und Word-Dokumente aufnehmen, mit der Maus markierter Text wird als Zitat oder Abstract mit gespeichert.

Größter Vorteil des Einsatzes eines Literaturverwaltungsprogramms ist: you stay in the Matrix: elektronische Texte werden auf elektronische Weise übernommen, bekommen elektronische Anmerkungen, werden elektronisch weiterverarbeitet, und am Ende entsteht ein Ergebnis in elektronischer Form, das wiederum elektronisch zur Verfügung gestellt werden kann.

 

geändert am 04. Januar 2010  E-Mail: Patrick Hilthilt@hebis.uni-frankfurt.de

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Druckversion: 04. Januar 2010, 12:32
http://www.uni-frankfurt.de/org/hrz/services/soft/literaturverwaltung/index.html