Wissenswertes

Virtuelle Desktop Infrastruktur

Wie funktioniert eigentlich eine Virtuelle Desktop Infrastruktur, kurz VDI?
Bisher hat man alle Berechnungen, Arbeitsschritte und Tätigkeiten auf dem PC ausgeführt, der vor einem auf dem Tisch stand. Etwaige Daten konnten von den Servern des Rechenzentrums abgerufen werden (z.B. Daten vom persönlichen U:/ Laufwerk). Je nach Ausstattung des Rechners konnte das Arbeiten schneller oder langsamer erfolgen.



Wollte man von zuhause aus auf Arbeitsressourcen zugreifen, war das Nadelöhr die eigene Internetverbindung, da u.U. große Datenmengen verschoben werden mussten. Zudem waren die Nutzer selbst für die Absicherung des Rechners und der Daten verantwortlich.



Mit Einführung der Virtuellen Desktopinfrastruktur (VDI) hat sich das geändert. Einfach gesagt, läuft die gewohnte Desktopumgebung nicht mehr auf dem PC, an dem man sich anmeldet, sondern auf einem im Hochschulrechenzentrum stehenden Server. Der lokale PC übermittelt nur noch die Eingaben der Nutzer an den Server und stellt dessen Ausgabe dar.



Wenn man sich an der Anmeldeoberfläche eines der für VDI vorbereiteten PCs anmeldet, passiert folgendes:
Ein Server gleicht mit einer Datenbank ab, ob der Nutzer einen gültigen HRZ-Account besitzt und die Anmeldedaten korrekt sind. Konnte der Server dies verifizieren, wird dem PC eine gesicherte Verbindung zu einem unserer Server zugewiesen. Auf diesen laufen virtuelle Maschinen, die einen Teil der Rechenkapazitäten des Servers nutzen können. Auf den virtuellen Maschinen ist ein Windows Server 2019 Betriebssystem installiert, von dem die Anwender dann einen Stream auf ihren Desktop übertragen bekommen. Am PC gemachte Eingaben (Maus, Tastatur) werden an die virtuelle Maschine weitergeleitet. Der Zugriff auf weitere Ressourcen des HRZ wie Fileserver, Rechenzentren und Powerfolder ist damit sogar noch schneller, da die Daten direkt im HRZ verarbeitet werden.

Das HRZ besitzt derzeit für die Bereitstellung der Desktopumgebungen sieben PowerEdge R740-Server von Dell. Diese sind jeweils mit zwei Xeon-Prozessoren mit insgesamt 64 Prozessorkernen, 768 GByte RAM und sechs Nvidia Tesla-Grafikkarten bestückt. Ein solcher Server kann gleichzeitig 48 virtuelle Maschinen bereitstellen, auf denen je drei Sessions gehostet werden können. Ein Server kann somit bis zu 144 Desktoparbeitsplätze bereitstellen.

Die vom HRZ für die Virtualisierung genutzte Software heißt Citrix. Wer sich noch genauer für das Verfahren einer VDI interessiert, kann hier detaillierte Informationen finden.

HRZ-Passwort

Um die aufgestellten Rechner benutzen zu können, benötigen Sie eine Zugangsberechtigung (Account) des Hochschulrechenzentrums. Den Login-Namen (s-Nummer im Format 's0123456789') erhalten Sie als Studierende der Johann Wolfgang Goethe-Universität bei Abholung der Goethe Card und das Passwort wird erstmalig per Post zugeschickt. Sollten Sie nachträglich noch einmal die Zugangsdaten benötigen, weil Sie diese vergessen haben, bekommen Sie die Zugangsdaten bei persönlichem Erscheinen in den Service Centern des Hochschulrechenzentrums. Ein Versenden der Zugangsdaten per E-Mail oder Durchgabe per Telefon ist aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Ihr Passwort können Sie auf http://go.uni-frankfurt.de ändern. Achten Sie bei der Wahl von Passwörtern in Ihrem eigenen Interesse auf die Sicherheitsanforderungen. Im Zweifel sind Sie für eine missbräuchliche Verwendung Ihres Zugangs verantwortlich.