HRZ-Blog ​​ ​​​​​​ ​​ – 2019

 


Das Hochschulrechenzentrum beteiligte sich aktiv an den Planungen der Sprach-, Daten- und Medientechnik des House of Labour. Das House of Labour (kurz HoL) befindet sich in der Eschersheimer Landstraße 153-159 an der Kreuzung zur Miquel-/Adickes, in unmittelbarer Nähe zum Amt für Wohnungswesen bzw. des Polizeipräsidiums. Das Gebäude wird voraussichtlich gegen Ende des Jahres 2019 fertig gestellt und bezogen werden. Mieter neben der Goethe-Universität sind die traditionsreiche Europäische Akademie der Arbeit und die Academy of Labour.

Der Siegerentwurf des HoL findet sich unter https://ghp-architekten.de/house-of-labour der tatsächliche Baukörper wird mit - kleineren Veränderungen - so realisiert. Der Entwurf kann eine gewisse Nähe zu den Bauten auf dem Campus Westend nicht verleugnen. Die kurze Entfernung zum Campus Westend ermöglicht eine gute und flexible Anbindung an die IT-Infrastruktur der Universität. Die zukünftigen Bewohnerinnen und Bewohner dürfen sich auf eine moderne und funktionale Arbeitsumgebung freuen.

Das House of Labour in Frankfurt am Main besteht aus zwei Säulen: der traditionsreichen Europäischen Akademie der Arbeit mit ihrem Lehrgang und den gesellschaftspolitischen Forschungsprojekten auf der einen Seite und der 2015 neu gegründeten Academy of Labour (AoL) auf der anderen Seite. Die schon seit fast 100 Jahren bestehende Europäische Akademie der Arbeit (EAdA) in der Goethe-Universität Frankfurt am Main entwickelt sich gemeinsam mit der Academy of Labour zum House of Labour. An der Academy of Labour werden die Bachelor- und Masterstudiengänge des House of Labour sowie Zertifikatsstudiengänge und Seminare angeboten. Wir gehen am House of Labour neue Wege, um die arbeitnehmerorientierte Lehre und Forschung noch besser zu verankern und ermöglichen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern auch ohne formale Hochschulzugangsberechtigung einen anspruchsvollen akademischen Abschluss. (Info der Academy of Labour)

Das Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit (EAdA) richtet sich an Berufstätige mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung und einer sich anschließenden Berufstätigkeit von mindestens zwei Jahren. Eine Zulassung nach nur einjähriger Berufstätigkeit ist in begründeten Ausnahmefällen möglich. Zum Studium kann auch zugelassen werden, wer über eine Hochschulzugangsberechtigung verfügt und die Aufnahmeprüfung besteht.

Zudem sollten Sie sich durch gesellschaftspolitisches Interesse und soziales Engagement auszeichnen, zum Beispiel:

  • Betriebliche Interessenvertretung in Betriebsrat, Personalrat, Jugend- und Schwerbehindertenvertretung, Tätigkeit als Frauen- oder Gleichstellungsbeauftragte;
  • Beschäftigung im Sozial- oder Personalbereich, in Wirtschaftsunternehmen oder öffentlichen Verwaltungen;
  • Gewerkschaftliche Funktionen – Vertrauensleute oder ehrenamtliche Funktionär/innen in Gewerkschaften;
  • Sozialpolitische Tätigkeit – Mitarbeiter/innen sozialpolitischer Verbände oder aus Selbstverwaltungen.
Bewerberinnen und Bewerber aus dem Ausland sind herzlich willkommen. Voraussetzung für die Zulassung zum Studium an der Europäischen Akademie der Arbeit ist darüber hinaus die erfolgreiche Teilnahme an einer Auswahlprüfung.




 


„Und nun: Viel Erfolg bei Ihrer elektronischen Prüfung!“ Damit begannen am 19. und 20. Dezember 2018 für Studierende der Humanmedizin die Semesterabschlussklausuren. Denn auch der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität hatte sich entschlossen, die Vorteile elektronischer Prüfungen zu nutzen und schon früh mit entsprechenden Planungen begonnen. Hierzu entstand im Zuge eines Gebäudeneubaus am Campus Niederrad sogar ein expliziter PC-Prüfungsraum, in dessen technische Planung das Hochschulrechenzentrum (HRZ) als zentraler Anbieter dieser Prüfungsart an der Goethe-Universität frühzeitig einbezogen wurde, um die Durchführung der elektronischen Prüfungen zu gewährleisten. Das HRZ schaffte in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Medizin insbesondere die Voraussetzungen für die Anschaffung der technischen Infrastruktur sowie der Endgeräte.

Der nun in Betrieb genommene PC-Prüfungsraum verfügt über 196 Plätze, an denen mehr als 600 Studierende am 19. und 20. Dezember 2018 mehr als 5.400 Fachprüfungen ablegten. Dabei wurden insgesamt 24 von 42 Fachthemen, die durch die Ärztliche Approbationsordnung vorgeschrieben sind, geprüft. Die Einbindungsmöglichkeiten digitaler Bilder in Fächern wie beispielsweise Chirurgie, Radiologie oder Dermatologie bieten besonders viele Vorteile. 

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Nach der erfolgreichen Durchführung der Semesterabschlussklausuren im Dezember sollen künftig alle Semesterabschlussklausuren am Fachbereich Medizin elektronisch erfolgen.  Auch der frisch zum Wintersemester 2018/19 etablierte, gemeinsam mit der TU Darmstadt startende Kooperationsstudiengang Bachelor of Sience Medizintechnik setzt mittlerweile auf elektronische Prüfungen: Auch die Prüfungen dieses Studiengangs werden künftig vom E-Prüfungs-Team des HRZ betreut.

Entwicklung der E-Prüfungen an der Goethe-Universität

Es gibt einen triftigen Grund für die Umstellung auf E-Prüfungen am Fachbereich Medizin, wie auch an anderen Fachbereichen mit hohen Teilnehmerzahlen bei Klausuren. Mit Einführung des Bologna-Prozesses hat sich die Zahl der Prüfungen – und der damit verbundene Aufwand für Korrekturarbeiten – vervielfacht. Im Jahr 2014 hat das Hochschulrechenzentrum (HRZ) deshalb bereits begonnen, ein flächendeckendes Angebot zur Durchführung elektronischer Prüfungen aufzubauen und zu etablieren. Durch diese Art der Prüfungen kann der Korrekturaufwand deutlich reduziert werden. Das liegt zum einen an der Möglichkeit einer automatischen Korrektur und an der besseren Lesbarkeit von Freitext-Antworten. Gleichzeitig ermöglichen neue Aufgabenformate und Gestaltungsmöglichkeiten eine starke qualitative Verbesserung des Prüfungsprozesses. Insbesondere die Einbindung von Software in die Prüfung wird seitens der Lehrenden als eine große Bereicherung für den Prüfungsprozess empfunden. Schließlich liegen den Verantwortlichen und Studierenden die Ergebnisse der Prüfungen wesentlich schneller vor als bisher. Die elektronische Prüfung stellt somit eine erhebliche Verbesserung gegenüber traditionellen papierbasierten Prüfungen dar.

Mittlerweile greifen Dozentinnen und Dozenten aus elf Fachbereichen auf diese Prüfungsform zurück. Die Betreuung der technischen Infrastruktur, der PCs und Notebooks sowie des elektronischen Prüfungsprozesses liegt vollständig beim HRZ. Hierzu gehören neben dem Betrieb der technischen Infrastruktur auch die technische Unterstützung der Studierenden während der Prüfung sowie der Prüfungsverwaltung vor und nach der Prüfung.

Weitere Informationen: www.epruefungen.rz.uni-frankfurt.de