HRZ-Blog ​​ ​​​​​​ ​​

 

Jan 7 2019
09:30

E-Prüfungen am Fachbereich Medizin


„Und nun: Viel Erfolg bei Ihrer elektronischen Prüfung!“ Damit begannen am 19. und 20. Dezember 2018 für Studierende der Humanmedizin die Semesterabschlussklausuren. Denn auch der Fachbereich Medizin der Goethe-Universität hatte sich entschlossen, die Vorteile elektronischer Prüfungen zu nutzen und schon früh mit entsprechenden Planungen begonnen. Hierzu entstand im Zuge eines Gebäudeneubaus am Campus Niederrad sogar ein expliziter PC-Prüfungsraum, in dessen technische Planung das Hochschulrechenzentrum (HRZ) als zentraler Anbieter dieser Prüfungsart an der Goethe-Universität frühzeitig einbezogen wurde, um die Durchführung der elektronischen Prüfungen zu gewährleisten. Das HRZ schaffte in enger Abstimmung mit dem Fachbereich Medizin insbesondere die Voraussetzungen für die Anschaffung der technischen Infrastruktur sowie der Endgeräte.

Der nun in Betrieb genommene PC-Prüfungsraum verfügt über 196 Plätze, an denen mehr als 600 Studierende am 19. und 20. Dezember 2018 mehr als 5.400 Fachprüfungen ablegten. Dabei wurden insgesamt 24 von 42 Fachthemen, die durch die Ärztliche Approbationsordnung vorgeschrieben sind, geprüft. Die Einbindungsmöglichkeiten digitaler Bilder in Fächern wie beispielsweise Chirurgie, Radiologie oder Dermatologie bieten besonders viele Vorteile. 

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Nach der erfolgreichen Durchführung der Semesterabschlussklausuren im Dezember sollen künftig alle Semesterabschlussklausuren am Fachbereich Medizin elektronisch erfolgen.  Auch der frisch zum Wintersemester 2018/19 etablierte, gemeinsam mit der TU Darmstadt startende Kooperationsstudiengang Bachelor of Sience Medizintechnik setzt mittlerweile auf elektronische Prüfungen: Auch die Prüfungen dieses Studiengangs werden künftig vom E-Prüfungs-Team des HRZ betreut.

Entwicklung der E-Prüfungen an der Goethe-Universität

Es gibt einen triftigen Grund für die Umstellung auf E-Prüfungen am Fachbereich Medizin, wie auch an anderen Fachbereichen mit hohen Teilnehmerzahlen bei Klausuren. Mit Einführung des Bologna-Prozesses hat sich die Zahl der Prüfungen – und der damit verbundene Aufwand für Korrekturarbeiten – vervielfacht. Im Jahr 2014 hat das Hochschulrechenzentrum (HRZ) deshalb bereits begonnen, ein flächendeckendes Angebot zur Durchführung elektronischer Prüfungen aufzubauen und zu etablieren. Durch diese Art der Prüfungen kann der Korrekturaufwand deutlich reduziert werden. Das liegt zum einen an der Möglichkeit einer automatischen Korrektur und an der besseren Lesbarkeit von Freitext-Antworten. Gleichzeitig ermöglichen neue Aufgabenformate und Gestaltungsmöglichkeiten eine starke qualitative Verbesserung des Prüfungsprozesses. Insbesondere die Einbindung von Software in die Prüfung wird seitens der Lehrenden als eine große Bereicherung für den Prüfungsprozess empfunden. Schließlich liegen den Verantwortlichen und Studierenden die Ergebnisse der Prüfungen wesentlich schneller vor als bisher. Die elektronische Prüfung stellt somit eine erhebliche Verbesserung gegenüber traditionellen papierbasierten Prüfungen dar.

Mittlerweile greifen Dozentinnen und Dozenten aus elf Fachbereichen auf diese Prüfungsform zurück. Die Betreuung der technischen Infrastruktur, der PCs und Notebooks sowie des elektronischen Prüfungsprozesses liegt vollständig beim HRZ. Hierzu gehören neben dem Betrieb der technischen Infrastruktur auch die technische Unterstützung der Studierenden während der Prüfung sowie der Prüfungsverwaltung vor und nach der Prüfung.

Weitere Informationen: www.epruefungen.rz.uni-frankfurt.de