Sicher und einfach: Die Goethe-Universität stellt auf eduVPN um
Am 26. September 2025 wurde der bisher genutzte Cisco VPN-Client an unserer Hochschule endgültig abgeschaltet. Grund für diese Maßnahme sind erhebliche IT-Sicherheitslücken, die in der bisherigen Lösung entdeckt wurden. Die Sicherheitsanforderungen an digitale Infrastrukturen steigen stetig – insbesondere in Hochschulen mit sensiblen Forschungs- und Verwaltungsdaten. Um auch künftig den Schutz unserer Systeme zu gewährleisten, war ein direkter Wechsel unumgänglich.
Was ist eduVPN eigentlich – und wer steckt dahinter?
eduVPN ist ein modernes, sicheres VPN-System, das speziell für Hochschulen, Forschungseinrichtungen und Bildungseinrichtungen entwickelt wurde. Das Projekt wurde ursprünglich vom niederländischen SURF, dem dortigen Pendant zum Deutschen Forschungsnetz (DFN), initiiert. Inzwischen wird eduVPN von GÉANT, dem europäischen Bildungs- und Forschungsnetz, gemeinsam mit der weltweiten Education Community weiterentwickelt und betrieben.
Ziel von eduVPN ist es, sichere und einfache Zugänge zum Hochschulnetzwerk zu ermöglichen – ganz gleich, ob Sie im Homeoffice, im Ausland oder unterwegs arbeiten oder studieren.
Was ist neu im Vergleich zur Cisco-Lösung?
Mit dem Umstieg auf eduVPN ändern sich einige Dinge:
Wo bekomme ich den eduVPN-Client?
Die eduVPN-Software ist kostenlos und kann über folgende Wege bezogen werden:
Offizielle Webseite von eduVPN: https://www.eduvpn.org
Betriebssysteme:
App Stores:
Was muss ich bei der Installation beachten?
Die Installation ist in der Regel unkompliziert:
Tipp: Eine ausführliche verlinkte Schritt-für-Schritt-Anleitung finden Sie am Ende des Artikels.
Welche Vorteile bietet eduVPN für Mitarbeitende und Studierende?
Was passiert, wenn ich noch den alten Cisco-Client nutze?
Da der Cisco-VPN-Client am 26. September 2025 deaktiviert wurde, ist ein Zugriff auf das Hochschulnetz darüber nicht mehr möglich. Bitte stellen Sie unbedingt auf eduVPN um, um weiterhin auf interne Ressourcen wie Netzlaufwerke, Bibliotheksdatenbanken oder das Intranet zugreifen zu können.
Mehr Informationen
Gute Nachrichten für alle, die gerne flexibel, sicher und gemeinsam arbeiten: Die next.hessenbox ist da! Das bewährte Cloud Storage System für Hessens Hochschulen (Hessenbox) wurde rundum erneuert – und ist jetzt moderner, leistungsstärker und benutzerfreundlicher denn je.
Was ist die next.hessenbox?
Die next.hessenbox ist ein zeitgemäßer Cloudspeicher, vergleichbar mit bekannten Diensten wie Dropbox. Der große Unterschied: Sie wird ausschließlich im Rechenzentrum der Universität Kassel betrieben und erfüllt damit besonders hohe Datenschutzstandards – ganz ohne kommerzielle Anbieter im Hintergrund.
Studierende, Lehrende und Mitarbeitende aller hessischen Hochschulen können die next.hessenbox nutzen – einfach über die Anmeldung mit dem eigenen Hochschul-Account.
Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick
Die neue Version bietet viele praktische Funktionen, die das digitale Arbeiten noch angenehmer machen:
Eine zentrale Lösung für ganz Hessen
Neu ist auch die zentralisierte Betriebsstruktur: Die next.Hessenbox wird künftig ausschließlich vom ITS der Universität Kassel betrieben. So bleibt der IT-Service sicher, zuverlässig und unabhängig – und steht dennoch allen Hochschulen in Hessen zur Verfügung.
Einfach anmelden – sofort loslegen
Der Zugang zur next.hessenbox ist unkompliziert:
Ideal für mobiles Arbeiten und digitales Studium
Besonders für alle, die oft mit Smartphone, Tablet oder Laptop unterwegs sind, ist die next.hessenbox ein echtes Plus: Sie spart Speicherplatz auf den eigenen Geräten und ermöglicht gleichzeitig den zentralen Zugriff auf alle wichtigen Dateien, egal ob von zu Hause, aus dem Büro oder der Bibliothek.
Dokumente lassen sich ganz einfach per Drag & Drop hochladen und mit anderen teilen – ideal für Teamarbeit, Forschung oder Lehrprojekte.
Datenschutz im Blick behalten
Gleichzeitig ist es wichtig zu wissen, dass Daten gemäß Art. 9 DSGVO derzeit nicht auf der next.hessenbox gespeichert werden dürfen. Das heißt, dass keine besonders sensiblen Daten wie zum Beispiel persönliche oder medizinische Daten in die next.hessenbox hochgeladen und gespeichert werden dürfen, sofern sie nicht lokal verschlüsselt werden.
Fazit: Ein Cloudspeicher, der mitdenkt
Mit der next.hessenbox steht allen Hochschulangehörigen in Hessen ein modernes, sicheres und gemeinschaftliches Cloud-System zur Verfügung – entwickelt für die Anforderungen von heute und morgen.
Jetzt ausprobieren und die Vorteile entdecken!
Mehr Informationen zur next.Hessenbox sowie Anleitungen gibt es auf folgenden Webseiten:
Rufumleitung fürs Bürotelefon jetzt auch bequem von zu Hause einrichten
Ab sofort können Sie die Rufumleitung Ihrer dienstlichen Telefonnummer ganz einfach selbst über die IDM-Webapp der HRZ Online Services einstellen – auch aus dem Home Office. Das bedeutet: Sie müssen nicht mehr im Büro sein, um Ihre Telefonnummer umzuleiten, sondern erledigen das flexibel von jedem Ort aus – etwa ins Home Office, aufs Diensthandy oder auf Ihre Mailbox.
Wer kann die Funktion nutzen?
Diese neue Möglichkeit steht allen Mitarbeitenden der Goethe-Universität zur Verfügung, denen eine Telefonnummer (Nebenstelle) im Telefonkonferenzsystem (TK-System), zugeordnet ist. Wichtig ist, dass die Zuordnung auf Ihre Person bezogen, erfolgt ist und keine Funktionsnummer für einen bestimmten Service ist.
Was sind die Voraussetzungen für Sie als Mitarbeitende, um die Rufumleitung einrichten zu können?
Wenn Sie als Mitarbeitende*r die Rufumleitung über die IDM-Webapp nutzen möchten, gibt es folgende Voraussetzungen:
Das bedeutet zugleich: Die Zuordnung von Namen zu Telefonnummern (Nebenstellen) erfolgt nicht über das HRZ. Informationen zu Ihren Rechten bezüglich der Anzeige Ihres Namens finden Sie hier: Telefonie & Datenschutz
So funktioniert die Rufumleitung über die IDM-Webapp
Die Umleitung ist in wenigen Schritten erledigt. Eine
Ein zusätzlicher wichtiger Hinweis: Wenn Sie Ihre Rufumleitung auf eine externe Telefonnummer einrichten möchten (z. B. eine private Handynummer), vergessen Sie nicht die führende 0!
Beispiel:
<code>0123456789
Fragen oder Probleme beim Einrichten der Rufumleitung?
Sollten Sie Fragen zur VPN-Verbindung, zur IDM-Webapp (HRZ Online Services) oder zur Rufumleitung haben, hilft Ihnen das HRZ-Team der Telefonie gerne weiter. Informationen zu den IT-Service Centern finden Sie ebenfalls auf der HRZ-Website.
Fazit
Mit der neuen Funktion der IDM-Webapp (HRZ Online Services) gewinnen Sie mehr Flexibilität und Kontrolle über Ihre dienstliche Erreichbarkeit – ganz gleich, ob Sie im Büro oder im Home Office arbeiten.
Update auf Microsoft Office Suite (M365) – Was Sie wissen müssen
Im Zeitraum Juni bis September 2025 wird Ihr bisheriges Microsoft Office Paket auf die aktuelle Microsoft Office Suite (M365) umgestellt. Dieses Update ist aus lizenzrechtlichen Gründen erforderlich, damit Sie Ihre gewohnten Anwendungen weiterhin nutzen können.
Was ändert sich für Sie?
Mit dem Update stehen Ihnen weiterhin die vertrauten Programme zur Verfügung: Word, Excel, PowerPoint, OneNote, Access, Publisher und Outlook (Classic). Bei Bedarf können Sie auch Visio und Project kostenpflichtig über das HRZ beziehen – wichtig ist hierbei eine kompatible Lizenz.
Wichtig für Sie ist, es handelt sich nicht um die cloudbasierte Variante von M365. Das bedeutet: Ihre Arbeitsweise bleibt weitgehend gleich – nur das Erscheinungsbild ("Look & Feel") ist moderner. Mittelfristig ist die Einführung weiterer M365-Dienste geplant – etwa zur Förderung von Zusammenarbeit, Informationsmanagement, Barrierefreiheit und Sicherheit. Details dazu werden aktuell gemeinsam mit dem Personalrat und dem Datenschutz abgestimmt.
Was tun, wenn Sie keinen M365-Account aktivieren möchten?
Falls Sie die Aktivierung bei Microsoft nicht wünschen, können Sie alternativ freie Office-Programme wie LibreOffice, Thunderbird und Webmailer nutzen. Ihr IT-Support hilft Ihnen bei Fragen gerne weiter.
Installation & Aktivierung – Wer ist zuständig?
Auf diesem Weg wollen wir allen Mitarbeitenden der Goethe-Universität eine optimale und moderne Arbeitsumgebung bereitstellen. Der konkrete Zeitplan und die Reihenfolge der Einführung weiterer M365-Tools werden aktuell geplant. Wir informieren Sie sobald es hier Neues gibt.
Runder Tisch zur Berufsausbildung setzt auf offenen Austausch
Am 13. Februar 2025 fand bereits zum zweiten Mal der Runde Tisch zur Berufsausbildung an der Goethe-Universität Frankfurt statt mit einer lebhaften Diskussion. Im Zentrum der Gespräche: die Zukunft der IT-Ausbildung. Im Anschluss sprachen wir mit dreien, die das Thema aus unterschiedlichen Perspektiven prägen – Niklas Sujan, zuständig für strategische Ausbildungsplanung an der Goethe-Universität, Dr. Markus Unverzagt, seit März 2024 Leiter des Hochschulrechenzentrums (HRZ), sowie Florian Lang, einst Auszubildender, heute Teil des Ausbildungsteams.
IT-Ausbildung an der Goethe-Universität – neu gedacht
Die Goethe-Universität setzt aktuell stark auf den Ausbau und die Weiterentwicklung ihrer Ausbildungsangebote – vor allem im IT-Bereich. „Wir verfolgen einen ganzheitlichen Ansatz“, erklärt Niklas Sujan „Das bedeutet, wir bündeln universitätsweite IT-Ausbildungsinitiativen und schaffen Synergien – mit dem Ziel, unsere Ausbildung sichtbar, attraktiv und nachhaltig zu gestalten.“ Dazu wurde eigens die neue Stelle „Koordination Duale Bildung IT“ ins Leben gerufen.
Ein Herzstück dieser Strategie ist das HRZ-Pilotprojekt: ein duales Studium Informatik sowie die duale Ausbildung zur/zum Fachinformatiker*in. Dr. Markus Unverzagt betont die Relevanz: „Mit diesem Angebot möchten wir nicht nur dem steigenden Personalbedarf im IT-Bereich begegnen, sondern auch jungen Menschen eine zukunftsweisende Perspektive bieten.“ Besonders wichtig sei dabei die enge Zusammenarbeit mit weiteren IT-Einheiten der Universität wie Studiumdigitale oder der IT der Universitätsbibliothek.
Lernen im echten Arbeitsalltag
Was das duale Studium und die Ausbildung am HRZ besonders macht, weiß Florian Lang aus eigener Erfahrung: „Ich konnte während meiner Ausbildung viele Bereiche durchlaufen – vom First-Level-Support bis zur Softwareentwicklung. Dabei habe ich nicht nur Aufgaben erledigt, sondern komplette Prozesse über Abteilungsgrenzen hinweg begleitet.“ Diese Praxiserfahrung sei unbezahlbar und bereite ideal auf die spätere Berufswelt vor.
Zukünftige Auszubildende profitieren künftig noch stärker von der bereichsübergreifenden Zusammenarbeit innerhalb der Universität – ein Vorteil, der nicht nur fachlich, sondern auch persönlich weiterentwickelt.
Ausbildung mit Perspektive – und Verantwortung
„Eine gute Ausbildung braucht qualifizierte Ausbilderinnen, die nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch als Mentorinnen fungieren“, so Dr. Markus Unverzagt. Neben der fachlichen Förderung sei vor allem die Motivation entscheidend. Niklas Sujan ergänzt: „Wir wollen den Auszubildenden nicht nur technisches Know-how mitgeben, sondern auch Selbstständigkeit und die Fähigkeit, sich an die sich wandelnde Arbeitswelt anzupassen.“
Florian Lang hebt hervor, wie wertvoll der enge Austausch mit Ausbilder*innen war: „Ich konnte mich durch Feedback und Gespräche stetig weiterentwickeln – beruflich wie persönlich.“ Diese Kombination aus Struktur, Freiheit und individueller Förderung sei für viele junge Menschen ideal.
Für wen ist die Ausbildung geeignet?
Die Ausbildung am HRZ richtet sich an viele Zielgruppen: praxisorientierte Schulabsolventinnen, Studienzweifler oder auch Quereinsteiger*innen. „Unsere Türen stehen allen offen“, betont Niklas Sujan, „und wir legen großen Wert auf Inklusion.“ Auch Menschen mit Behinderung sollen bestmögliche Chancen erhalten.
Dr. Markus Unverzagt sieht das besondere Potenzial in der Verbindung von Theorie und Praxis: „Unsere Auszubildenden bewegen sich in einem internationalen, dynamischen Umfeld. Sie gestalten Digitalisierung mit – in einem Arbeitsfeld mit Zukunft.“
Was bietet das duale Studium und die Ausbildung konkret?
Ein starker Mix aus fundierter Theorie und praxisnaher Umsetzung: So lässt sich das duale Studium in Informatik an der Goethe-Universität zusammenfassen. Parallel dazu bietet die Ausbildung zur/zum Fachinformatiker*in vielfältige Einblicke – vom klassischen IT-Support über die Beratung bis zur Entwicklung. Besonders ist der universitäre Kontext: Nähe zu Forschung, wissenschaftliche Fragestellungen und interdisziplinäre Perspektiven bereichern die Ausbildung.
„Die Vielseitigkeit war für mich entscheidend“, erzählt Florian Lang „Ich habe gelernt, wie IT-Prozesse ineinandergreifen und konnte diese Erfahrungen direkt nach meiner Ausbildung im Job einsetzen.“
Zukunftsperspektiven in der IT
Der Bedarf an IT-Fachkräften wächst kontinuierlich. Die Goethe-Universität setzt daher auf langfristige Entwicklungsmöglichkeiten für ihre Auszubildenden – mit Weiterbildungen, Übernahmemöglichkeiten und einem breit aufgestellten Netzwerk.
„Unsere Absolvent*innen sind bestens aufgestellt – nicht nur für den Einstieg, sondern auch für den Aufstieg“, so Dr. Markus Unverzagt, und ob Systemadministration, Softwareentwicklung oder digitale Verwaltung – die Wege sind vielfältig. „Wir wollen nicht nur ausbilden, sondern Zukunft gestalten.“
Fazit:
Das HRZ-Pilotprojekt zeigt, wie moderne IT-Ausbildung aussehen kann: praxisnah, vernetzt, zukunftsorientiert. Die Goethe-Universität bietet nicht nur ein spannendes Lernumfeld, sondern echte Chancen für alle, die Digitalisierung aktiv mitgestalten wollen.
Autorin: Dr. Simone Beetz